DIE VALENCIANISCHE INGENIEURBÜRO ERNEUERT IHR ENGAGEMENT BEI POWERCO BATTERY SPAIN

Das valencianische Ingenieurbüro Vielca Ingenieros hat seine Zusammenarbeit mit PowerCo Spain bis 2027 verlängert. Das Unternehmen, das das Projekt der Gigafactory in Sagunto von Beginn an begleitet, wird weiterhin Unterstützungsleistungen im Genehmigungsverfahren erbringen; diese umfassen im Wesentlichen die Analyse und Abwicklung der für den Betrieb erforderlichen Genehmigungen.

Wie Constan Amurrio, Leiter des Umweltbereichs des Ingenieurbüros, erläutert: „Unsere Aufgabe besteht darin, dieses Projekt zu prüfen, anzupassen und mit sämtlichen lokalen, regionalen, nationalen sowie europäischen Vorschriften in Einklang zu bringen, die für das Vorhaben relevant sind. Zudem unterstützen und begleiten wir das Unternehmen durch hochkarätige technische Beratung bei der Einholung aller erforderlichen Genehmigungen. Es handelt sich um die erste Gigafactory dieser Größenordnung in Spanien; daher lässt sich leicht ermessen, welche Herausforderung und Verantwortung dies für unsere Teams mit sich bringt.“

Ein strategisches Projekt

Dies ist jedoch nicht die einzige Dienstleistung, die das Ingenieurbüro für das zum Volkswagen-Konzern gehörende deutsche Unternehmen erbringt. Vielca Ingenieros war im Jahr 2022 für die Erstellung sämtlicher Unterlagen verantwortlich, die erforderlich waren, damit das Vorhaben von der Generalitat Valenciana als „Strategisches Territorialprojekt“ (PTE) eingestuft wurde; zudem erarbeitete das Unternehmen den Antrag auf die „Integrierte Umweltgenehmigung“ (AAI) – die für PowerCo entscheidende Betriebsgenehmigung –, welche im vergangenen April von der Generalitat Valenciana erteilt wurde.

„Es handelte sich um das umfangreichste Verfahren zur Erteilung einer integrierten Umweltgenehmigung, das bislang in der Autonomen Gemeinschaft Valencia – und womöglich in ganz Spanien – durchgeführt wurde“, erklärt Constan Amurrio. Er erläutert, dass es sich um ein Verfahren handelt, „bei dem alle aus dem Betrieb des Werks resultierenden, umweltrelevanten Auswirkungen eingehend geprüft werden. Ziel ist es, ein Höchstmaß an Umweltschutz für die Umgebung sowie eine minimale Beeinträchtigung zu gewährleisten und sicherzustellen, dass das Unternehmen alle am Markt verfügbaren technischen Verbesserungen nutzt.“

Darüber hinaus hat Vielca gemeinsam mit PowerCo geotechnische Studien erstellt und berät das Unternehmen hinsichtlich der gesetzlichen Anforderungen und Standards, die die im Werk zum Einsatz kommenden Maschinen und

Anlagen gemäß den geltenden Vorschriften erfüllen müssen. Zudem ist Vielca im Bereich der Fördermittel für die Erstellung des sogenannten DNSH-Berichts verantwortlich; dieser bescheinigt, dass ein Projekt keine Umweltschäden verursacht, und ist eine zwingende Voraussetzung für den Erhalt europäischer Fördermittel.

Eine weitere Dienstleistung, die das valencianische Unternehmen derzeit anbietet, ist die Sicherstellung der Umweltkonformität (Environmental Compliance). Nach Erhalt des Bescheids über die integrierte Umweltgenehmigung (AAI) stellt das Team von Vielca sicher, dass während der Bauausführung sämtliche in der AAI festgelegten Vorgaben umgesetzt werden. „Dafür sind ständig zwei Techniker vor Ort, die überprüfen, ob absolut alles Geplante gesetzeskonform und im Einklang mit den tatsächlichen Gegebenheiten ausgeführt wird“, erklärt Amurrio.

Paradigmenwechsel in der Gemeinschaft

Für Constan bedeutet das PowerCo-Projekt einen Paradigmenwechsel im Wirtschaftsmodell der Region, „da wir in Spanien eine Vorreiterrolle bei der Förderung der Elektromobilität durch eine Batterie-Gigafactory einnehmen – eine echte Herausforderung für unsere Ingenieurskunst“. Dies sei zum einen auf die Größe des Projekts zurückzuführen (die Grundstücksfläche übersteigt 130 Hektar), zum anderen auf die Besonderheit der Fertigung selbst, da es sich um einen Industriezweig handelt, der in Spanien bislang nicht existierte, und schließlich „auf die hohen Anforderungen an den Umweltschutz, die sowohl durch die geltenden Vorschriften als auch durch das Unternehmen selbst festgelegt wurden“.