VIELCA INGENIEROS UND DIE GENERALITAT VALENCIANA FÜHREN SCHLÜSSELMASSNAHMEN ZUM SCHUTZ DES EINZUGSGEBIETS DER TALSPERRE BUSEO DURCH.

Das valencianische Ingenieurbüro VIELCA Ingenieros beteiligt sich gemeinsam mit dem Regionalministerium für Umwelt, Infrastruktur, Raumordnung und Wiederaufbau an Notfallmaßnahmen zur wasserwirtschaftlichen und forstlichen Wiederherstellung im Einzugsgebiet des Stausees Buseo (Valencia). Ziel dieses Vorhabens ist es, das Hochwasserrisiko zu verringern, die durch die dortigen heftigen Starkregen verursachten Umweltschäden zu minimieren und den Stausee zu schützen.

Das vom Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung (MITECO) geförderte Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von 2.468.400 Euro (inkl. MwSt.) und sieht den Bau von vier Mauerwerksdämmen mit einer Höhe zwischen 7 und 11 Metern vor – Dimensionen, die die Bedeutung und den Umfang dieser wasserbaulichen Maßnahme unterstreichen. Die Dämme befinden sich an der Rambla del Reatillo sowie in den Schluchten Barranco del Agua, Barranco de Arcolla und Barranco de la Hoz.

Flussaufwärts

Im Gegensatz zu den Maßnahmen an der Talsperre Buseo selbst – die Gegenstand eines separaten Projekts zur Vermeidung eines Dammbruchs und damit verbundener Schäden flussabwärts sind – konzentrieren sich die hier beschriebenen ingenieurtechnischen Arbeiten auf den Bereich oberhalb des Stausees. Die Bauwerke an den Wasserläufen wirken präventiv und dienen dazu, den Rückhalt von Wasser und Sedimenten aus dem Einzugsgebiet bei kritischen Niederschlagsereignissen zu unterstützen. Zu diesem Zweck werden Querbauwerke in verschiedenen Schluchten und Bachläufen errichtet. Auf diese Weise lassen sich die Abflussgeschwindigkeit verringern, Sedimente zurückhalten und Hochwasserwellen dämpfen, wodurch die Spitzenabflüsse reduziert und die Wasserinfiltration gefördert werden.

Wie Vicente Candela, Direktor von VIELCA Ingenieros, erläutert, „besteht die Idee darin, die Auswirkungen des DANA-Ereignisses bereits am Ursprung – also im Oberlauf des Einzugsgebiets oder des Flusslaufs – abzumildern, um Hochwasserspitzen zu kappen. Ziel ist es hierbei nicht, das Wasser zu Speicherzwecken zurückzuhalten, sondern die Spitzenabflüsse zu reduzieren.“ Der Bau dieser Dämme basiert auf einem vor mehr als vierzig Jahren ausgearbeiteten Projekt, das in diesem Einzugsgebiet nie umgesetzt worden war, nun aber von der Regionalregierung (Conselleria) über das Umweltministerium (MITECO) wieder aufgegriffen wurde. Die Aufgaben von VIELCA umfassen die technische Unterstützung der Bauleitung der Regionalregierung, die Neuberechnung, Planung und Absteckung der Dämme, Vermessungsarbeiten, die monatliche Erfassung des Baufortschritts sowie die Bauabnahme und -zertifizierung. Darüber hinaus koordiniert das Unternehmen alle Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf der Baustelle und erstellt Berichte zur Berechnung des Spitzenabflusses, der am Tag des DANA-Ereignisses durch dieses Gebiet floss. Diesen Untersuchungen zufolge lag der Spitzenabfluss am 29. Oktober 2024 – konkret an der Stelle, an der der Damm am Fluss Reatillo errichtet werden soll – bei 674 m³/s.

Das Einzugsgebiet des Buseo-Stausees erstreckt sich über die Comarcas Los Serranos, Camp de Turia, Utiel-Requena und Hoya de Buñol und umfasst eine Fläche von 21.830 Hektar im Westen der Provinz Valencia.

Fertig bis Ende Juni

Einer der Dämme ist bereits fertiggestellt, zwei weitere befinden sich im Bau; damit schreitet eine Maßnahme voran, die für den hydrologischen und ökologischen Schutz des Umfelds des Buseo-Stausees als strategisch wichtig gilt. Gemäß den Zeitvorgaben des Ministeriums und den Festlegungen im Projektplan müssen diese Sofortmaßnahmen bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Die Beteiligung von VIELCA Ingenieros stärkt die Rolle des Unternehmens bei der Entwicklung wasserwirtschaftlicher Infrastrukturen sowie von Ingenieurlösungen, die auf die Anpassung an Extremwetterereignisse und den Schutz des Gebiets ausgerichtet sind. Candela ist der Ansicht, dass „in den kommenden Jahren in der Region Valencia zahlreiche Projekte dieser Art umgesetzt werden, da es sich um Präventivmaßnahmen handelt – eine wirksame Versicherung gegen Hochwasser“.